
Musikalische Zeitreise mit Stil, Humor und virtuos inszenierter Vielfalt
Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox im Audimax Regensburg: Ein Konzert voller Vintage-Charme und musikalischer Kreativität
(rr) Schon vor dem ersten Ton lag eine besondere Erwartung in der Luft des Audimax Regensburg, als das Retro-Spektakel von Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox Postmodern Jukebox angekündigt wurde. Der Saal war zwar nicht ganz ausverkauft, doch die Stimmung war ausgezeichnet: Viele Besucher erschienen in stilvollen Vintage-Outfits, was die Atmosphäre zusätzlich unterstrich und die Vorfreude spürbar machte.
Der musikalische Auftakt überraschte: „Hotel California“ wurde nicht einfach gecovert, sondern im charakteristischen Stil von Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox neu interpretiert – irgendwo zwischen Jazzclub und glamouröser Revue. Virtuosität, Kreativität und sichtbare Spielfreude prägten den gesamten Abend.
Die hochkarätige Besetzung überzeugte mit Charme und Humor: Ein Moderator führte locker durch das Programm, begleitet von Klavier, Kontrabass, Schlagzeug, Saxophon und Trompete. Schlagzeuger Jack Amblin sorgte für Highlights, etwa mit einem Waschbrett-Solo bei „It’s Not Unusual“, das das Publikum zum Schmunzeln brachte.
Drei Sängerinnen – Marley Armstrong, Katerina Lomis und Tatum Langley – glänzten nicht nur stimmlich, sondern auch optisch. Ob im roten Paillettenkleid beim Spice-Girls-Medley oder in elegantem Blau: Ihr Auftritt war perfekt abgestimmt. Ein Höhepunkt war die gefühlvolle Version von „Die For You“ (Ariana Grande & The Weeknd), die mit Eleganz und Emotionalität überzeugte.
Tänzerisch sorgte Stepptänzerin Demi Remick für zusätzliche Dynamik – besonders mit Saloon-Nummern und einem überraschenden Auftritt zum „Super Mario“-Theme. Die Verbindung von Popkultur und Retro-Stil zog sich wie ein roter Faden durch den Abend.
Ein musikalischer Höhepunkt: „Radioactive“ von Imagine Dragons, reduziert und intim interpretiert, ergänzt durch Beatboxing des Moderators – ein Moment, der vielen Gästen besonders in Erinnerung blieb.
Auch Fans epischer Klänge kamen auf ihre Kosten: Ein Klaviersolo griff die „Star Wars“-Themen auf, und humorvolle Anspielungen auf „Also sprach Zarathustra“ sorgten für Wiedererkennung. Die Band zeigte, wie mühelos sie zwischen Genres und Epochen navigiert.
Klassiker wie „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ von U2 wurden neu interpretiert, ohne ihren emotionalen Kern zu verlieren – genau hier liegt die Stärke des Ensembles.
Die Zugabe – „All About That Bass“ – brachte das Publikum noch einmal in Bewegung und rundete den Abend charmant ab. Die hervorragende Akustik des Audimax ließ jedes musikalische Detail klar und ausgewogen erklingen.
Meinung des Redakteurs:
Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox bot eine stilvolle Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart, eine musikalische Zukunft mit Vintage-Flair. Ein Konzert, das nachwirkt und Lust auf mehr macht.Für weitere aktuelle Nachrichten rund um die Region folgen Sie uns doch auf Facebook und Instagram.