
Fördermittel ermöglichen besseren Schutz für wertvolle Archivalien
(rr) Das Schrobenhausener Stadtarchiv hat seine Notfallvorsorge nach den Erfahrungen des Hochwassers von 2024 deutlich verbessert. Dank einer gezielten Förderung konnte eine moderne Notfallbox angeschafft werden, die das Archiv künftig noch effizienter gegen potenzielle Schäden wappnet. Diese Investition trägt maßgeblich dazu bei, Kulturgut und wichtige Dokumente für die Nachwelt zu sichern.
Umfassende Ausstattung für den Schutz von Archivalien
Die neue Notfallbox enthält eine breite Palette an Materialien, die speziell für die Erstversorgung beschädigter Archivalien zusammengestellt wurden. Dazu gehören persönliche Schutzausrüstungen wie Masken und Schutzanzüge, aber auch spezielle Verpackungsmaterialien für nasse oder verschmutzte Dokumente. Hinzu kommen verschiedene Etiketten und Stifte, mit denen betroffene Akten eindeutig beschriftet und später wieder zugeordnet werden können. Für ausreichend Licht – auch bei einem möglichen Stromausfall – sorgen Stirnlampen und LED-Strahler.
Schnelles Handeln verhindert größere Schäden
Wie die Archivleitung Annika Seider erläutert, müsse nasses Papier zügig in Folie verpackt und tiefgefroren werden, um Schimmelbildung vorzubeugen. Sie betont, dass die Notfallbox alle notwendigen Utensilien enthalte, um im Ernstfall sofort mit der Rettung der Dokumente beginnen zu können. Im Anschluss könnten Fachfirmen die Archivalien kontrolliert und schonend auftauen sowie trocknen. Vor dem Einfrieren sei es zudem unerlässlich, grobe Verschmutzungen zu entfernen, weshalb auch Reinigungsutensilien in der Box bereitliegen.
Notfallplan aktualisiert und an neuen Standort angepasst
Neben der neuen Ausstattung wurde auch der bestehende Notfallplan umfassend überarbeitet und auf den aktuellen Standort des Archivs abgestimmt. Hierbei werden die Archivbestände nach ihrer historischen Bedeutung priorisiert, sodass alle Helfer im Krisenfall genau wissen, welche Dokumente und Archivalien zuerst geborgen und geschützt werden müssen.
Stadtarchiv setzt Maßstäbe beim Katastrophenschutz
Mit der Anschaffung der Notfallbox und der Aktualisierung des Notfallplans ist das Stadtarchiv bestens auf mögliche Schadensfälle vorbereitet. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um das kulturelle Erbe der Stadt dauerhaft zu bewahren und auf zukünftige Herausforderungen optimal reagieren zu können.
Das Foto zeigt den Ersten Bürgermeister Harald Reisner und die Leiterin des Archivs Annika Seider.
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