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Die Pegelstände in Schrobenhausen sind leicht rückläufig, die Lage vor Ort bleibt aber weiterhin angespannt. Eine Person wird vermisst. Pegel der Donau steigen leicht.
(ir) Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen haben die örtlichen Überflutungen auf Grund des Dauerregens weiterhin zugenommen. Um die Hilfeleistungen bestmöglich koordinieren und bewältigen zu können, wurde im Landkreis gestern Abend der Katastrophenfall ausgerufen.
Das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt rechnet aufgrund des Trends, dass die höchste Meldestufe 4 an der Donau in den nächsten Tagen erreicht und überschritten wird. Vor allem im Schrobenhausener Land bleibt die Lage weiterhin angespannt. Die Meldestufe 4 wurde sowohl bei der Paar als auch der Weilach erreicht. Aktuell sind die Pegel leicht rückläufig.
Einsatzschwerpunkt ist weiterhin die Evakuierung betroffener Personen in Schrobenhausen. Insbesondere das Altenheim St. Georg steht hier im Fokus. Aktuell befinden sich noch 40 Bewohner vor Ort. Der Transport zum Altenheim in Steingriff und ins Kreiskrankenhaus Schrobenhausen ist geregelt und läuft derzeit.
Eine 43-jährige Frau wird seit Samstagnacht vermisst. Hier wurden bereits in der Nacht Taucher angefordert, die bisher allerdings nicht in den gefluteten Keller vordringen konnten. Im Laufe des Vormittags werden weitere Versuche gestartet.
In Neuburg ist die Situation im Moment unter Kontrolle. Der mobile Hochwasserschutz ist seit Samstagabend um 22:30 Uhr komplett aufgebaut.
„Die Lage bleibt gerade im südlichen Landkreis weiterhin angespannt. Unsere Hilfskräfte waren teilweise die ganze Nacht im Einsatz. Durch die große Unterstützung konnten diese heute Früh abgelöst werden. Auch hier nochmal mein Dank für die enorme Unterstützung“, bedankt sich Landrat Peter von der Grün. Im gesamten Kreisgebiet sind aktuell 540 Kräfte von Feuerwehren, THW, BRK und FüGK im Einsatz. Neben den örtlichen Einsatzkräften sind auch Wasserrettungszüge aus Traunstein und Rosenheim zur Unterstützung hinzugekommen.
Für die Stadt Schrobenhausen gilt weiterhin die Bitte, tieferliegende Bereiche wie Tiefgaragen, Keller und ähnliches zu meiden. Der Parkplatz am Busbahnhof neben der Paar wurde geräumt und bleibt bis auf weiteres gesperrt.
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