Kösching macht dicht: Klinikum Ingolstadt plant neue Notaufnahme im Eiltempo



Nach Notaufnahme-Aus in Kösching: Klinikum Ingolstadt rüstet massiv auf


Kurzfristige Schließung setzt Klinikum unter Zugzwang

(rr) Das Klinikum Ingolstadt reagiert auf die angekündigte Schließung der Notaufnahme in Kösching zum 1. August 2026 mit zusätzlichen personellen Ressourcen und einem neuen baulichen Konzept im bestehenden Klinikgebäude. Ziel ist es, die erwartete Versorgung zusätzlicher Patientinnen und Patienten abzusichern und die Abläufe in der Notfallversorgung weiter zu beschleunigen.



Mehr Personal für die Notfallversorgung

Um auf steigende Patientenzahlen vorbereitet zu sein, investiert das Klinikum nach eigenen Angaben in zusätzliches Personal im Bereich der Notfallversorgung. Geschäftsführer Dr. Tiete erklärte, die Entscheidung zur Schließung der Notaufnahme in Kösching sei sehr kurzfristig gefallen. Deshalb reagiere das Klinikum entsprechend schnell und stocke die personellen Kapazitäten sowohl im ärztlichen als auch im pflegerischen Bereich auf.



Neue Notaufnahme entsteht im bestehenden Gebäude

Parallel dazu soll die Notaufnahme innerhalb des Klinikgebäudes in neu geschaffene Räumlichkeiten verlagert und organisatorisch sowie baulich neu strukturiert werden. Die neuen Räume sollen eine effizientere Flächennutzung und optimierte Behandlungsabläufe ermöglichen. Geschäftsführer Jochen Bocklet teilte mit, das Grundkonzept für die neue Notaufnahme stehe bereits; nun werde im Eilverfahren an der baulichen Umsetzung gearbeitet. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.



Was bedeutet das für Patientinnen und Patienten?

Dr. Tiete betonte weiter, Ziel des Klinikums sei es, auch künftig eine leistungsfähige und hochwertige Akut- und Notfallversorgung für die Region sicherzustellen. Welche konkreten Folgen sich aus der Schließung der Notaufnahme in Kösching für das Klinikum ergeben würden, lasse sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Man werde jedoch alles daransetzen, die Auswirkungen abzufedern und zusätzliche Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.



Ein Signal für die Gesundheitsversorgung der Region

Die Entwicklung zeigt, wie stark regionale Krankenhäuser durch Strukturveränderungen, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen in der Notfallversorgung unter Druck geraten. Für Ingolstadt und die umliegenden Landkreise wird die neue Notaufnahme damit zu einem zentralen Baustein, um die medizinische Versorgung auch nach dem Wegfall der stationären Notaufnahme in Kösching verlässlich aufzustellen.





 
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