Frostige Herausforderungen voraus: Wie Ingolstadt mit Hightech und Eigeninitiative den Winter bezwingt


   
Die Kommunalbetriebe setzen auf moderne Technik, Ressourcenunabhängigkeit und nachhaltige Methoden.

(rr) Die Ingolstädter Kommunalbetriebe (INKB) starten bestens vorbereitet in den Winter 2025/2026. Mit einer modernisierten Flotte, einer neuen Salzhalle sowie zwei zusätzlichen Silos stehen rund 2.300 Tonnen Streusalz und 100 Kubikmeter Blähschiefer für den bevorstehenden Winterdienst bereit. Ein weiteres, kleineres Silo ist speziell mit Siedesalz gefüllt und dient der Herstellung von reiner Sole. Dank einer betriebseigenen Soleanlage können die INKB bei Bedarf eigenständig Sole produzieren, wodurch sie sich von Lieferengpässen unabhängig machen und wertvolle Ressourcen schonen.



Im Stadtgebiet übernehmen die INKB im Auftrag der Stadt Ingolstadt die Sicherung von knapp 1.000 Kilometer Straßen und etwa 285 Kilometer Radwegen. Dafür stehen zwölf Lkw und acht Schmalspurfahrzeuge zur Verfügung. Ergänzt wird der Fuhrpark durch elf Straßentrupps, die über 2.000 Gefahrenstellen wie Bushaltepunkte, Brücken, Fußgängerüberwege und Kreuzungen manuell räumen und streuen. Im Rahmen der Rufbereitschaft sind nahezu 100 Beschäftigte im Früh- und Spätdienst einsatzbereit.



Bereits in den Nachtstunden überwacht die Einsatzleitung die Straßenverhältnisse im gesamten Stadtgebiet. Unterstützt werden sie dabei von sechs Wettersensoren, die an besonders kälteanfälligen Stellen installiert sind. Diese hochmodernen Sensoren messen mittels Infrarot-Technologie die Oberflächentemperatur der Fahrbahnen und liefern in Echtzeit wichtige Daten zur Glätteprognose.



Im Rahmen des differenzierten Winterdienstes setzen die INKB das Prioritätenprinzip um. Vorrangig werden Hauptverkehrsstraßen, Busrouten und Gefahrenstellen behandelt. Auch für Radfahrer gibt es gute Nachrichten: Verkehrsrelevante Radwege, die als Winterradrouten ausgewiesen sind, werden bevorzugt geräumt und gestreut. Die Auswahl und Anpassung dieser Routen erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt. Alle weiteren Straßen und Radwege werden nachrangig bedient, sofern Witterung und Kapazitäten dies zulassen. Die Ausbringung von Streumaterialien wird dabei flexibel an die jeweilige Situation angepasst. Im Sinne eines nachhaltigen Winterdienstes setzen die Kommunalbetriebe verstärkt auf den präventiven Einsatz salzsparender Sole, um Umwelt und Ressourcen zu schonen. Besonders bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hilft eine vorbeugende Behandlung mit Sole, die Bildung von überfrierender Nässe zu verhindern.



Die Kommunalbetriebe erinnern Eigentümer und Anlieger erneut an ihre Verkehrssicherungspflichten. Gehwege vor Grundstücken müssen werktags von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr von Schnee und Eis befreit werden – dies gilt auch für indirekt erschlossene Grundstücke. Zum Streuen dürfen ausschließlich abstumpfende Mittel wie Splitt verwendet werden. Der Einsatz von Streusalz ist aus Gründen des Umwelt- und Tierschutzes untersagt.



Abschließend bitten die INKB darum, keine Schneehaufen auf öffentlichen Flächen oder Straßen abzulagern. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die im Stadtgebiet aufgestellten Streukisten ausschließlich für den Bedarf des kommunalen Winterdienstes bestimmt sind.









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