Die Krötenwanderungen beginnen


 
Wie jedes Jahr beginnen die Amphibien jetzt ihre Laichwanderungen.

(ir) Im Stadtgebiet von Ingolstadt gibt es nur noch eine nennenswerte Wanderstrecke, die zwischen Spitalhof und Unterbrunnenreuth.

Dort wandern abends und nachts Grasfrösche, Erdkröten, nur wenige Molche und selten ein Springfrosch vom Zucheringer Wald über die Sandrach zur Lohe nördlich der Georg-Heiß-Straße.



Trotz Tunnel, Krötenzaun und Eimern, die am Morgen und Abend von fleißigen, ehrenamtlichen Helfern der städtischen Naturschutzwacht und vom Landesbund für Vogelschutz geleert werden, können sich einige Tiere auf die Fahrbahn verirren. Auch den benachbarten Radweg müssen sie überqueren. Hierbei besteht große Gefahr, unter die Räder zu kommen.

Nach zwei bis drei Wochen geht es dann wieder zurück in den Wald und dabei besteht wieder die Gefahr, überfahren zu werden. Die Wanderungen dauern erfahrungsgemäß bis ca. Ende April.

Das Umweltamt und die Naturschutzwacht appellieren deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger: Bitte helfen Sie mit, dass die Tiere unbeschadet an ihrem Laichgewässer ankommen können!



Fahren Sie in der Dämmerung und nachts auf dieser Strecke langsam, tragen Sie auf der Straße und dem Geh- und Radweg befindliche Tiere zur anderen Seite oder weichen Sie ihnen mit Ihrem Fahrzeug zumindest aus.

Übrigens: Ein „Zwischen-die-Reifen-nehmen“ der Tiere hilft nicht. Der unter dem Fahrzeug bestehende Strömungsdruck kann diese auch bei niedrigen Geschwindigkeiten unter 30 km/h platzen lassen.