Besichtigung der Müllverwertungsanlage


 
Der Bezirksausschuss Ober-/Unterhaunstadt informierte sich kürzlich in der Müllverwertungsanlage Ingolstadt über Abfallbeseitigung.

(rr) MVA-Geschäftsleiter Robert Meisner informierte die Mitglieder des BZA darüber, dass dem Zweckverband neben der Stadt Ingolstadt auch die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen, Kelheim und Roth angehören, die ihren Müll zur Verwertung in die MVA liefern. Darüber hinaus liefern weiterhin die Landkreise Erding und Garmisch ihren Abfall bei der Anlage in Mailing an.



Täglich werden mehr als 900 Tonnen Abfall in die Anlage geliefert. In den drei Verbrennungslinien, die mit modernen Rauchgasreinigungssystemen ausgestattet sind, erfolgt die thermische Verwertung des Mülls. Die bei der Verbrennung entstehenden Rückstände, wie Aschen und Schlacken, werden aufbereitet, sodass ein Großteil der enthaltenen Eisen- und Nichteisenmetalle zurückgewonnen und anschließend dem stofflichen Recycling zugeführt werden kann.



Die bei der Verbrennung freigesetzte Wärme wird genutzt, um eine Dampfturbine anzutreiben, welche Strom für rund 29.600 Haushalte erzeugt. Über eine Fernwärmeleitung werden in Ingolstadt unter anderem Audi, die Stadtwerke, das Stadttheater, die Technische Hochschule Ingolstadt, der Westpark, die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft, das Reuchlin-Gymnasium sowie das Klinikum mit Wärme versorgt.



Im Anschluss an eine informative Einführung leitete Britta Schönfeld von der Öffentlichkeitsabteilung den Rundgang. Nach der Besichtigung der Müllanlieferung in den Bunkern erhielten die Mitglieder der BZA die Gelegenheit, einen Blick auf die Flammen im Verbrennungsofen zu werfen. In diesen speziell konzipierten Öfen wird Abfall bei Temperaturen von teils über 1.000 °C verbrannt.



Im Anschluss erfolgte der Aufstieg in die oberen Etagen zum Müllbunker, in dem Rest-, Sperr- und Gewerbemüll mit einem groß dimensionierten Greifarm gründlich vermischt werden, um einen homogenen Brennstoff mit konstantem Brennwert zu gewährleisten. Dabei konnte die Tätigkeit des Kranführers beobachtet werden, der den Abfall gezielt in die großvolumigen Einfülltrichter der drei Verbrennungslinien einbrachte.



In der zentralen Mess- und Schaltwarte erhielten die Mitglieder des BZA einen Einblick in die kontinuierliche Überwachung und Steuerung der Anlage. Laut Britta Schönfeld beschäftigt die Müllverbrennungsanlage 125 Mitarbeitende. Die Anlage im Ingolstädter Stadtteil Mailing ist rund um die Uhr im Dreischichtbetrieb in Betrieb, wobei das eingesetzte Personal täglich produktiv tätig ist.



Abschließend hatten die Besucher die Möglichkeit, vom Dach der MVA einen weitreichenden Ausblick zu genießen. Dabei konnten sie die umliegenden Ortschaften Mailing und Feldkirchen, die Zentralkläranlage sowie den Biendlweiher überblicken. Darüber hinaus waren in der Ferne die Türme des Ingolstädter Münsters sichtbar.

Das Foto zeigt die Mitglieder des Bezirksausschusses aus Ober- und Unterhaunstadt an der Waage der Müllverwertungsanlage Ingolstadt (MVA) in Mailing, aufgenommen vor Beginn ihres Rundgangs durch die Anlage.









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