Drei Euro im Monat: So will das BRK Eichstätt den Landkreis sicherer machen

Drei Euro, die Leben retten können: Warum das BRK Eichstätt jetzt an Haustüren klingelt

BRK startet Fördermitgliederwerbung im gesamten Landkreis Eichstätt

(rr) Seit Montag, 7. September 2026, sind Werberinnen und Werber des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wieder im Landkreis Eichstätt unterwegs. Bis voraussichtlich 31. Oktober 2026 wirbt der BRK-Kreisverband Eichstätt von Haus zu Haus um neue Fördermitglieder. Dabei geht es nicht nur um einen regelmäßigen Beitrag, sondern um die langfristige Absicherung wichtiger Rotkreuzarbeit direkt vor Ort.

Kreisgeschäftsführer Michael Gorum teilte mit, man wisse, dass ein Klingeln an der Haustür nicht immer zum passenden Zeitpunkt kommt. Dafür bittet der Kreisverband bereits im Vorfeld um Verständnis. Die Werberinnen und Werber seien mit einem Ausweis ausgestattet; der BRK-Kreisverband bitte die Bevölkerung um einen freundlichen Empfang.

Nur drei Euro im Monat: Kleine Hilfe mit großer Wirkung

Schon mit drei Euro im Monat beziehungsweise 36 Euro im Jahr können Bürgerinnen und Bürger die Arbeit des Roten Kreuzes im Landkreis Eichstätt unterstützen. Während ähnliche Beträge im Alltag schnell für Kaffee, Streaming oder kleine Anschaffungen ausgegeben werden, fließt der Förderbeitrag nach Angaben des Kreisverbands unmittelbar in Hilfeleistung, Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzbereitschaft in der Region.

Der Nutzen könne im Ernstfall sogar der eigenen Familie, Nachbarn oder Menschen in unmittelbarer Umgebung zugutekommen. Genau darin liege der besondere Wert einer Fördermitgliedschaft: Sie stärke nicht abstrakt eine Organisation, sondern konkrete Hilfe vor Ort.

Mehr als eine Spende: Diese Vorteile haben Fördermitglieder

Die Fördermitgliedschaft ist nach Angaben des BRK-Kreisverbands nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern bringt auch konkrete Leistungen für die Mitglieder mit sich. Im Mittelpunkt steht der Rückholdienst: Erkrankt oder verunglückt ein Fördermitglied im In- oder Ausland, organisiert das Rote Kreuz die Rückholung mit qualifiziertem Personal. Der Schutz gilt auch für Partnerinnen und Partner sowie Kinder.

Darüber hinaus nennt der Kreisverband eine kostenlose Hotline mit Dolmetscherservice für Arztgespräche, Arzneimittelversand und telefonische Beratung durch einen Rotkreuz-Arzt. Hinzu kommen Rabatte bei Erste-Hilfe-Kursen, Ermäßigungen beim Fahrdienst und Hausnotruf, eine jährlich kostenlose Teilnahme an der Seniorengymnastik, die Überprüfung des Kfz-Verbandskastens auf Wunsch sowie die Möglichkeit, Hilfsmittel wie Rollstühle oder Rollatoren vier Wochen lang kostenlos auszuleihen.

Warum das Geld im Landkreis bleibt

Die Beiträge der Fördermitglieder fließen laut Kreisverband in die Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Kräfte, persönliche Schutzausrüstung, zusätzliche medizinische Ausstattung, die Beschaffung und den Unterhalt von Einsatzfahrzeugen sowie in die Nachwuchs- und Jugendarbeit der Bereitschaften und der Wasserwacht.

Auch Unternehmen aus der Region sollen künftig leichter sichtbar als Unterstützer auftreten können. Der Kreisverband kündigt an, auf seiner Internetseite www.kveichstaett.brk.de in Kürze eine eigene Sponsorenseite freizuschalten.

Blick nach vorn: BRK rechnet mit schwierigeren Rahmenbedingungen

Hinter der Mitgliederwerbung steht auch die Sorge um die künftige Finanzierung des Bevölkerungsschutzes. Gorum erläutere, man müsse damit rechnen, dass staatliche Unterstützungsleistungen künftig geringer ausfallen könnten, weil sich der Staat zunehmend auf andere notwendige Aufgaben konzentrieren müsse und auch dort die Einnahmen knapper würden.

Schon heute sei es häufig so, dass dem Kreisverband zwar Fahrzeuge und Gerätschaften zur Verfügung gestellt würden, die Folgekosten jedoch vom BRK getragen werden müssten. Außerdem müsse das Rote Kreuz in einem Flächenlandkreis bestimmte Einheiten zum Schutz der Bevölkerung doppelt vorhalten und diese vollständig selbst finanzieren. Der Landkreis unterstütze dabei zum Teil, diese Unterstützung sei jedoch nur begrenzt möglich.

Dank an langjährige Unterstützer – und ein Appell an neue Mitglieder

Zum Start der Aktion richtet Kreisgeschäftsführer Gorum seinen Dank an alle, die den Kreisverband bereits seit vielen Jahren unterstützen. Fördermitglieder stünden meist nicht im Rampenlicht, trügen mit ihrer Hilfe aber wesentlich dazu bei, dass Menschen in Not geholfen werden könne. Sie seien ein wichtiger Teil der Rotkreuzgemeinschaft, wofür sich der Kreisverband herzlich bedankt.

Gleichzeitig wirbt das BRK Eichstätt um neue Fördermitglieder. Jeder Beitrag, so klein er wirken möge, helfe dabei, dass ehren- und hauptamtliche Helferinnen und Helfer auch künftig verlässlich zur Stelle sein können, wenn sie gebraucht werden.



 
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