Gefängnisstrafe wegen Vollrauschs


 
Bundespolizisten verhaften einen Chinesen am Münchner Flughafen, weil er nur einen Teil seiner Strafe bezahlt hatte.

(ir) Ein 45-jähriger Chinese kam am frühen Freitagmorgen aus Brüssel und die Handschellen der Bundespolizisten klickten nach der Landung. Jetzt sitzt der Mann im Münchner Gefängnis. Bundespolizisten hatten den Chinesen nach seiner Ankunft im Erdinger Moos kontrolliert und stießen dabei auf eine Fahndungsnotiz der Heilbronner Staatsanwaltschaft. Das dortige Amtsgericht hatte den 45-Jährigen bereits Anfang Oktober 2016 wegen Vollrausches zu 400 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 40 Tagen Haft verurteilt.



„Nachdem der Verurteilte Anfangs wohl einen Teil seiner Strafe beglichen hatte, hatte er die Zahlungen im Laufe der Zeit aber offensichtlich eingestellt“, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Und er fügte hinzu: „Daher hatte die Heilbronner Staatsanwaltschaft im Juni dieses Jahres die Polizeibehörden deutschlandweit mit der Suche nach dem säumigen Zahler beauftragt.“ Am Freitag hatte die Suche dann im Erdinger Moos ein Ende, denn Bundespolizisten nahmen den Gesuchten im Satellitenterminal fest.



Da der 45-Jährige den geforderten Restbetrag von 250 Euro nicht beibringen konnte, muss er nun eine Haftstrafe von verbleibenden 25 Tagen absitzen. Dazu brachten die Bundesbeamten den Festgenommenen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim.