
Tierschutzorganisationen mahnen verantwortungsvollen Umgang an - Polizei bittet um Hinweise.
(rr) Ein erschütternder Fall von mutmaßlicher Tierquälerei beschäftigt derzeit die Behörden im Landkreis Kelheim. Bereits am 18. November 2025 fand ein 35-jähriger Mann in einem Waldstück bei Thaldorf eine ausgesetzte Katze. Das Tier befand sich in einer weißen Transportbox und war offensichtlich sich selbst überlassen worden.
Bei der Katze handelt es sich um eine braun-getigerte Hauskatze, die nach dem Fund umgehend der Tierhilfe übergeben wurde. Dank der schnellen Reaktion des Finders und der Versorgung durch Tierschützer befindet sich das Tier inzwischen auf dem Weg der Besserung. Über den Gesundheitszustand hinausgehende Details wurden bislang nicht veröffentlicht.
Nachdem der Katzenfund erst später bei der Polizeiinspektion Kelheim angezeigt wurde, haben die zuständigen Behörden Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Trotz erster Untersuchungen liegen derzeit noch keine Hinweise auf den oder die verantwortlichen Täter vor.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Personen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich Thaldorf gemacht haben oder Hinweise zur Herkunft der Katze geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0 94 41) 50 42-0 zu melden.
Das Aussetzen von Tieren stellt in Deutschland eine strafbare Handlung dar und kann mit empfindlichen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen geahndet werden. Tierschutzorganisationen appellieren in diesem Zusammenhang erneut an Tierhalter, sich bei Überforderung an Tierheime oder Hilfsorganisationen zu wenden, anstatt Tiere auszusetzen und sie damit in Lebensgefahr zu bringen.
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