
Staatsanwaltschaft und Polizei bitten um Mithilfe der Bevölkerung – Upload-Portal für Zeugen eingerichtet.
(rr) In Ingolstadt ist es am Freitag, 5. Dezember 2025, zu einem tragischen Tötungsdelikt gekommen, bei dem eine 45-jährige Frau ums Leben kam. Am Sonntag, 7. Dezember 2025, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt durch den zuständigen Ermittlungsrichter ein Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags gegen den 49-jährigen, türkischen Ex-Ehemann des Opfers erlassen.
Der Tatverdächtige, der sich derzeit noch im Klinikum Ingolstadt in medizinischer Behandlung befindet, wurde über den Haftbefehl informiert und wird vor Ort bewacht. Sein Gesundheitszustand gilt als stabil. Zu den genauen Hintergründen der Tat und dem Motiv laufen die Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren.
Im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Vorfall kam es zu einem weiteren Ermittlungsverfahren: Die beiden Söhne des Beschuldigten und des Opfers stehen im Verdacht, ihren Vater nach der Tat körperlich angegriffen und verletzt zu haben. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit insbesondere, ob die Söhne in Nothilfe gehandelt haben.
Die Tat war der traurige Höhepunkt einer längeren Konfliktgeschichte zwischen dem Beschuldigten und seiner Ex-Frau. Nach der Trennung des Paares im Jahr 2024 kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen und polizeilichen Einsätzen. Dem Mann wurden unter anderem Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz, Bedrohungen, Beleidigungen, Nötigungen sowie einfache Körperverletzung zur Last gelegt.
Diese Delikte wurden zur Anzeige gebracht und von der Staatsanwaltschaft verfolgt. Am 6. Oktober 2025 wurde der Beschuldigte vom Amtsgericht Ingolstadt zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Zuletzt war am 30. Oktober 2025 erneut ein gerichtliches Kontaktverbot gegen ihn ausgesprochen worden.
Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen werden gebeten, Hinweise zum Tathergang unter der Telefonnummer (08 41) 93 43-0 zu melden. Personen, die Fotos oder Videos vom Tatgeschehen gemacht haben, werden gebeten, diese der Polizei zur Verfügung zu stellen. Dafür wurde ein spezielles Upload-Portal eingerichtet, das unter folgendem Link erreichbar ist: https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de
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