Trotz Warnung weitergemäht: Rehkitz stirbt bei Mäharbeiten



Rehkitz trotz Warnung getötet: Mäharbeiten bei Egweil lösen Ermittlungen aus


(rr) Ein Vorfall bei Egweil (Landkreis Eichstätt) sorgt für Aufsehen: Ein Rehkitz, das vor den Mäharbeiten in einer Wiese entdeckt worden war, ist dennoch getötet worden. Nach bisherigen Informationen der Polizei hatte ein Mitglied eines Jagdschutzvereins die Fläche mit einer Wärmebild-Drohne überprüft und das Tier rechtzeitig lokalisiert. Der Landwirt wurde darüber informiert, setzte die Arbeiten jedoch fort. Gegen ihn wird nun wegen eines möglichen Vergehens nach dem Tierschutzgesetz ermittelt.



Rehkitz per Drohne entdeckt – Warnung blieb ohne Folgen

Der Vorfall ereignete sich laut Polizeibericht am Samstagvormittag, 30. Mai 2026, im Gemeindegebiet von Egweil. Das junge Tier war mit Hilfe moderner Wärmebildtechnik in der Wiese erkannt worden – genau in jenem Bereich, den der Landwirt mähen wollte. Trotz der weitergegebenen Information wurde die Mahd nicht gestoppt. Das Rehkitz kam dabei ums Leben.



Welche Pflichten Landwirte bei der Mahd haben

Beim Mähen von Wiesen gelten klare Sorgfaltspflichten. Nach § 1 des Tierschutzgesetzes darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Fachinformationen zur Rehkitzrettung weisen zudem darauf hin, dass Landwirte vor der Mahd alle möglichen und zumutbaren Vorsorgemaßnahmen treffen müssen, um Jungtiere zu schützen. Dazu zählen insbesondere das frühzeitige Absuchen der Flächen, die Information von Jagdausübungsberechtigten sowie – wenn verfügbar – der Einsatz von Wärmebild-Drohnen.



Warum Wärmebild-Drohnen bei der Rehkitzrettung immer wichtiger werden

Drohnen mit Wärmebildkameras gelten inzwischen als besonders effektive Methode, um Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. Auch staatliche Stellen fördern diese Technik, da sie Wiesen schnell und zuverlässig absuchen kann. Gerade in den frühen Morgenstunden lassen sich Tiere so oft besser erkennen als mit bloßem Auge. Der Fall von Egweil zeigt jedoch, dass selbst vorhandene Technik und rechtzeitige Warnungen nur dann helfen, wenn die Hinweise vor Ort auch konsequent beachtet werden.



Ermittlungen laufen

Die Ermittlungen gegen den betroffenen Landwirt dauern an. Tierschützer, Jäger und viele Landwirte setzen bereits auf eng abgestimmte Abläufe, um Wildtiere in der sensiblen Setzzeit besser zu schützen. Der aktuelle Vorfall macht deutlich, wie entscheidend Kooperation, Timing und Verantwortung auf dem Feld sind.



 
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